8. Januar 2012

BMAS arbeitet an der Umsetzung des MerkzeichensTaubblind_logoweb

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) arbeitet an der Einführung eines Merkzeichens für Taubblinde Schwerbehindertenausweis und hat dazu am 18.12. Verbände angehört. In einer konstruktiven Gesprächsatmosphäre bestand Einigkeit über die Grenzziehung für Taubblindheit.

Damit die Schwerbehindertenausweisverordnung geändert werden kann, muss die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates eine entsprechende Rechtsverordnung erlassen. Das BMAS bereitet diese nun mit den Bundesländern vor und hat dazu am vergangenen Dienstag auch die Vertreter der Betroffenen angehört. Den Verbänden war besonders wichtig, dass Taubblindheit nicht an den Begriffen blind und taub oder gehörlos festgemacht wird, sondern dass ein taubblindenspezifischer Bedarf - z. B. an Dolmetschung und Assistenz - entscheidend ist. Es bestand Einigkeit darin, dass dieser Bedarf auch schon besteht, wenn noch geringe Hör- oder Sehreste vorhanden sind. Bis zum Sommer soll das Merkzeichen beschlossen sein.

Das Merkzeichen löst die schwerwiegenden Probleme taubblinder Menschen noch nicht, aber es schafft die Voraussetzung, um die Unterstützung dieses Personenkreises gezielt und wirksam zu verbessern. Nach der Einführung des Merkzeichens gilt es, weiter an einer besseren Unterstützung für taubblinde Menschen zu arbeiten. Benötigt werden besonders qualifizierte Taubblindenassistenz, Kompetenzzentren, verbesserte Rehabilitationsmöglichkeiten und spezifische Angebote z.B. für Bildung, Beschäftigung und Wohnen.

Link zur Pressemeldung

 

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