21.09.2014

Kongress Leben mit Taubblindheit ein großer Erfolg

Mit über 250 Besuchern war der Kongress ein voller Erfolg! Viele positive Rückmeldungen haben wir erhalten und wir danken allen Teilnehmern für Ihr Kommen. Die umfassende Beleuchtung des Themas Taubblindheit mit allen Facetten und aus unterschiedlichen Perspektiven war ein Plus des Kongresses, ein weiteres Plus war sicher die rege Beteiligung und Anwesenheit vieler Taubblinder und Hörsehbehinderter. Viele positive Kommentare haben uns bereits erreicht und wir werden in den nächsten Wochen noch alles auf der Homepage www.kongress-taubblindheit.de einstellen, natürlich auch die Vorträge.

Hier ist der erste eingereichte Kommentar von Dr. Anja Schümann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Reinhard Frank-Stiftung, Hamburg:

„Den ersten Kongress „Leben mit Taubblindheit“ in Deutschland fand ich eine gelungene Veranstaltung, die viele Fakten über die schwierige Lebenssituation der taubblinden Menschen vermittelt und auch den Betroffenen selbst Gelegenheit gegeben hat, zu Wort zu kommen. Dass Deutschland die UN Behindertenrechtskonvention in Bezug auf die Anerkennung der Taubblindheit als eigene Behinderung immer noch nicht umgesetzt, geschweige denn den taubblinden Menschen ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft durch die entsprechenden, gesetzlich verankerten Hilfen eingeräumt hat, empfinde ich als Mensch und Staatsbürgerin beschämend für unser Land. „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen!“ Mit diesem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe, heute so aktuell wie damals, möchte ich an die Verantwortlichen in Politik und Behörden eindringlich appellieren, den taubblinden Menschen endlich den Respekt zu erweisen, der ihnen gebührt, und diese Menschen mit aller Entschlossenheit in die Gesellschaft zu inkludieren.“

Der Kongress ist ein weiterer Meilenstein auf dem sehr mühsamen Weg zur Umsetzung gleichberechtigter Teilhabe für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen. Der besondere Unterstützungsbedarf wurde aus wissenschaftlicher und praxisnaher Perspektive einmal mehr und umfassend deutlich. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat das Merkzeichen auf dem Kongress für Januar 2016 angekündigt. Wir hoffen auf schnellere Verbesserung und konkrete Maßnahmen, um dringend erforderliche Leistungen wie Beratung, Rehabilitation oder Assistenz zugänglich zu machen.

DSC00518aweb

 

Suche

Wer ist online?

Wir haben 65 Gäste online

Stil / Schrift