Vorstand Schule & Arbeit

Bettina Trissia


Meine Ausbildung und Erfahrung:bettina-trissia 200web

  • Ausbildung zur Förderschullehrerin mit dem Schwerpunkt
    geistige Entwicklung und Sprache
  • Aufbaustudium Blinden- /Sehbehindertenpädagogik und
    Gehörlosenpädagogik an der Universität Hamburg
  • 20 Jahre Lehrtätigkeit im Bildungszentrum Hören-Sehen-Kommunikation im Deutschen Taubblindenwerk GmbH in Hannover in den Bereichen Schule, Werkstufe und Taubblindentechnische Grundausbildung/Reha Erwachsener
  • seit 2010 Leiterin des Fachbereiches Werkstufe - Übergang von der Schule in die Arbeit
  • Weiterbildungen in den Bereichen Hörgeschädigten- und Blindenpädagogik, in den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, sozial – emotionale Entwicklung und Sprache


Meine Motivation:

Seit Beginn meines Studiums befasse ich mich mit den Möglichkeiten und Widrigkeiten denen Menschen mit Behinderung in ihrem Recht auf Teilhabe in der Gesellschaft, insbesondere der Teilhabe am Arbeitsleben begegnen. Sehen wir Arbeit nicht nur als Mühsal an, erkennen wir, wie immanent wichtig dieser Teil unseres Lebens ist. Arbeit ist ein grundlegendes Menschenrecht und trägt zur Sicherung des Lebensunterhalts bei, sie ist schöpferischer Prozess der Auseinandersetzung mit Natur und Gesellschaft, beinhaltet soziale Absicherung und Integration, lässt uns an gesellschaftlichen Ereignissen und Fortschritten teilhaben und mitwirken. Arbeit ermöglicht uns Zufriedenheit, Anerkennung und Stolz... – aus welchem Grund sollte dies jemandem verwehrt sein und wenn ja, mit welchen Auswirkungen?

1997, auf der Suche nach meinem ersten Arbeitsplatz, wurde ich an das Deutsche Taubblindenwerk verwiesen und kam zum ersten Mal mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung in Berührung. Als Lehrerin war ich begeistert vom hohen Engagement meiner Kollegen und den vielfältigen Möglichkeiten unserer Arbeit. In meiner Tätigkeit im Rahmen Reha und Werkstufe (tätigkeitsorientierte Grundausbildung Jugendlicher ab dem 10. Schuljahr) haben wir viele innovative Projekte zur besseren Vorbereitung und Teilhabe unserer jungen Erwachsenen entwickelt. Sehr schnell wurde mir bewusst, dass eine noch so gute Vorbereitung nicht helfen kann, wenn nach der Schule keine bis geringe Assistenzmöglichkeiten zu Verfügung stehen und es an Arbeitsplätzen fehlt. Die Teilhabe am Arbeitsleben ist massiv eingeschränkt. Selbst in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung geraten taubblinde Menschen durch fehlende Kommunikationsmöglichkeiten in Isolation.

In den letzten Jahren hat sich vieles verändert, Schulen und Werkstätten machen sich auf, neue Wege zu gehen. An diesem Prozess möchte ich nicht nur im Rahmen der Schulentwicklung teilhaben. In der Arbeit der Stiftung taubblind leben sehe ich die Möglichkeit, diese Prozesse auf nationaler Ebene voranzutreiben und die Lebenssituation des Personenkreises zu verbessern.

 

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