Ausbildung von Taubblindenassistenten in Deutschland

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Am 27. Mai fand in Recklinghausen die Abschlussfeier für den 3. Aubildungslehrgangs satt. Die Ausbildung wird inzwischen landesweit beachtet und ist vom Gemeinsamen Fachausschuss hörsehbehindert/taubblind GFTB anerkannt. Es war eine gelungene Feier mit vielen Vertretern aus der Politik. Die Leistung der Absolventen wurde lebendig und anschaulich dargestellt und fand allgemeine Anerkennung. Taubblinde Menschen brachten eindrucksvoll zum Ausdruck, dass nur die professionelle Assistenz ihnen Teilhabe, Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit vom Elternhaus bringen kann.

Die Hoffnung auf die Finanzierung einer 4. Ausbildungsphase durch das Land ist groß. Es besteht kein Zweifel, dass die nun 36 TBA Assistenten in NRW bei weitem nicht reichen, um die geschätzten 600 taubblinden Menschen zu unterstützen. Noch fehlt ein klares Berufsbild und die Etablierung der Ausbildung, die noch in der Projektphase ist. Umso anerkennenswerter ist es, dass sich Menschen finden, die mit großem persönlichen Engagement und Mut und noch wenig Aussichten auf einen gesicherten Lebensunterhalt, eine solche Ausbildung absolvieren und in so hohem Maß zur Verbesserung der Lebenssituation taubblinder Menschen beitragen. Ihnen sei auch an dieser Stelle für Ihr großes Engagement gedankt!

Für Deutschland ist diese Ausbildung von großem Einfluss. Zunehmend bemühen sich auch andere Länder um eine derartige Ausbildung. Eine positive Entwicklung, die es zu verstärken gilt.

Meldung vom 19. Juni 2011

 

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