Königsrecht Wählen – auch für Taubblinde?

Wir möchten Sie aufmerksam machen auf eine Veröffentlichung des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR). Unter diesen beiden Links finden Sie das Grundsatzpapier "Gleiches Wahlrecht für alle? Menschen mit Behinderungen und das Wahlrecht in Deutschland" und ein Interview mit dem Autor Dr. Leander Palleit.

Als Beispiel werden in dem Interview die besonderen Schwierigkeiten taubblinder Menschen angeführt. Das findet die ausdrückliche Zustimmung der Stiftung taubblind leben und verdient Dank und Anerkennung. Ergänzend ist anzumerken, dass es auf Grund der Einschränkungen bei Mobilität und Kommunikation für Taubblinde vielfach unmöglich ist, überhaupt mit den „zuständigen Ämtern“ in Kontakt zu treten, geschweige denn Anträge durchzusetzen. Auch gibt es nach wie vor nur wenige, in ihrer Tätigkeit nicht anerkannte Assistenten, zu denen wiederum viele Taubblinde keinen Zugang haben. Die Ämter andererseits wissen bisher gar nicht, ob und wo es in ihrem Verantwortungsbereich diese Menschen gibt mit ihrem besonderem Bedarf, nicht zuletzt weil es immer noch kein Merkzeichen Tbl im Schwerbehindertenrecht gibt. Und wie erhalten Taubblinde zuverlässig Nachricht von bevorstehenden Wahlen, wie können sie sich frei informieren? Die Liste der Probleme ließe sich erheblich verlängern ... 

Das DIMR hat angefangen, sich diesem Thema anzunähern. Wir sind gespannt, was daraus folgen wird. Auf der Agenda der Stiftung taubblind leben befindet sich das Wahlrecht schon seit Jahren. Zum gegebenen Zeitpunkt – gewählt wird ja regelmäßig – wird das konkret zu hinterfragen sein.

Das Wahlrecht ist dabei nur die Spitze des Eisberges. Viele der rechtlichen und behördlichen Unzulänglichkeiten, die Taubblinde am Wählen hindern, treffen auf ihren gesamten Alltag zu und verhindern so nachhaltig Inklusion. Dieselben Maßnahmen, dievielen taubblinden Menschen zu ihrem Wahlrecht verhelfen würden, sind auch geboten, um endlich die Prinzipien der 2009 von Deutschland ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention auch für diese Mitbürger ein Stück wahr werden zu lassen.

Meldung vom 08. Februar 2012

 
"Ohne Licht und Klang"

So heißt ein anschaulicher Artikel der aktuellen Zeitschrift 2012_01_Sven_Aktion-Mensch_Seite_1
Menschen, herausgegeben von der Aktion Mensch.
Dargestellt wird das Leben mit Taubblindheit. Lebendig schildern die Autoren, dass ein Leben "ohne Licht und Klang" nicht nur möglich, sondern absolut lebenswert ist.  Voraussetzung ist eine angemessene Unterstützung. Die ist in Deutschland für sehr viele unerreichbar. So endet der Artikel mit dem Satz "Die meisten Taubblinden müssen sich hierzulande ihre Unterstützung selbst organisieren.",
Ausdruck eines folgenreichen Versäumnisses unserer Gesellschaft.

Die aktive Unterstützung taubblinder Menschen ist dringend zu fordern. Barrierefreier Zugang zu dieser Unterstützung heißt, dass Information über Rechte und Möglichkeiten eine Bringschuld der Gesellschaft ist. Viele Unterstützungsleistungen - wie z.B. das Recht auf persönliche Assistenz - bedürfen klarer Rechtsgrundlagen. Voraussetzung ist die Anerkennung der Taubblindheit als Behinderung eigener Art verbunden mit spezifischen Leistungsansprüchen. Helfen Sie uns dies durchzusetzen und unterschreiben Sie noch auf unserer Unterschriftenliste.

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Meldung vom 31. Januar 2012

 
Regemäßiger Montagstreff im Chat!

Auf mehrfachen Wunsch richten wir einen regelmäßigen Treff im Chat ein. Der Chat wird ab sofort jeden Montag ab 20 Uhr besetzt sein. Unser Chat ist nur für registrierte Benutzer freigeschaltet. Wer mitmachen will muss sich also  registrieren. Wir freuen uns auf alle Besucher!

Moderiert wird unser Chat von Rami Alghawali

Meldung vom 15.01.2012

 
Ankündigung: 3. Dunkler Wettkampf in Detmold

Der 3. Dunkle Wettkampf findet vom 30. Juni bis zum 1.Einladung_3DWT_2012_3 Juli in Detmold statt. Schon zwei Mal hat Georg Cloerkes, der taubblinde Organisator der Fachgruppe Taubblinde und Hörsehbehinderte des BSV in NRW, zusammen mit seinem Team einen Dunklen Wettkampf organisiert und durchgeführt. Taubblinde und hörsehbehinderte Menschen wetteifern auf verschiedenen Wettkampfstrecken, ihr Ziel mit dem Langstock gut und sicher zu erreichen.

Neben dem Wettkampf gibt es Spiele, Geländeerkundungen und viel Spaß. Wer mehr zum Ausflug erfahren will, kann hier die Einladung anfordern.

Die Stiftung taubblind leben unterstützt den Dunklen Wettkampf und wünscht allen Teilnehmern viel Spaß!

Meldung vom 14.01.2012

 
Taubblindenseminar im September 2012

Der DBSV lädt zum nächsten Taubblindenseminar im September 2012 in Saulgrub ein. Die Freizeit wird vom Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) und dem DBSV veranstaltet.

Inhalte des Seminars sind

  • Orientierung mit dem Blindenführhund
  • Gesundheitssport
  • Computerspiele für Taubblinde
  • rechtliche Informationen
  • tastbare Bilder gestalten
  • Wanderungen und Ausflüge
  • Schwimmen, Sauna und Fitness und anderes mehr

Mehr Informationen zu Inhalt und Anmeldung finden Sie hier.

Meldung vom 9.01.2012

 
Taubblinden Servicestellen in NRW?

050411_Logo_160x112In einer beispielhaften Landesinitiative wurden in NRW an 13 Standorten Demenz-Servicestellen eingerichtet. Eine lobenswerte und gute Initiative! Hier wird ein gut überlegtes Konzept mit Engagement und Sachverstand umgesetzt. Dies würden wir uns auch für die Taubblindenarbeit wünschen. Hier sind zwar "nur" 600-800 Menschen betroffen, aber sachkundige und qualifizierte Unterstützung ist dringend notwendig, um Selbstbestimmtheit und Teilhabe zu verwirklichen. Eine auf dem Ehrenamt basierende Selbsthilfe kann hier nicht greifen, da bereits die Kommunikation mit hörsehbehinderten und taubblinden Menschen besondere Kenntnisse erfordert.

Es wäre beispielhaft, wenn NRW dieses Konzept auch auf die Unterstützung taubblinder und hörsehbehinderter Menschen überträgt! Bundesweit gibt es bislang nur in Bayern mit dem Fachdienst Integration taubblinder Menschen ITM eine vergleichbare Lösung.

Link zum Demenz-Servicezentrum NRW

Meldung vom 9.01.2012

 
Sächsischer Bürgerpreis für Ruth Zacharias

haupthausViele Aktivitäten taubblinder und aktiver Menschen in der Taubblindenarbeit führen langsam zu wachsender Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. So wurde im vergangenen Oktober Ruth Zacharias mit dem sächsischen Bürgerpreis geehrt. Dies ist eine offizielle Anerkennung ihres jahrzehntelangen Einsatzes für taubblinde Menschen. Unter ihrer Regie sind in Deutschland neben dem Storchennest zwei Häuser mit geeigneten Wohnungen für taubblinde Menschen entstanden. Wohnungen, in denen taubblinde Menschen mit dem notwendigen Maß an Unterstützung selbstbestimmt und unabhängig leben können. Dies ist ein für Deutschland ganz einzigartiges Angebot. Mit dem "Storchennest" ist ein wunderbares Zentrum für taubblinde Menschen in Sachsen entstanden. Wir wünschen Frau Zacharias und ihrem Team viel Erfolg beim weiteren Ausbau!

Mehr zur Preisverleihung und zum Storchennest

Meldung vom 5.01.2012

 
Chat ab sofort regelmäßig besetzt!

chatLeider konnten wir den Chat der Stiftung bislang aus zeitlichen Gründen nicht regelmäßig besetzen. Das ist jetzt anders! Rami Alghawali wird ab sofort regelmäßig im Chat sein. Rami ist blind und hörbehindert, er lebt in Marburg. Wer Rami kennelernen möchte, der kann das im Chat tun.

Voraussetzung für die Nutzung des Chats ist eine Registrierung. Sobald die Registrierung freigeschaltet ist, bekommt der Anwender eine Bestätigungsmail und dann kann es auch gleich losgehen. Wer Hilfe benötigt kann uns eine Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. schreiben.

 

 

           Meldung vom 5.11.2011

 
Immer mehr Möglichkeiten für taubblinde Menschen

Die Aktivitäten der Selbsthilfegruppen zeigen, dass es geht. Teilhabe ist möglich, auch für taubblinde Menschen. Die Besichtigung des Currywurstmuseums in Berlin, der Besuch des barrierefreien Naturparks Eifel im Rahmen der "Dunklen Wanderung" oder eine Führung durch die Brauweiler Abtei zeigen es. In allen Fällen haben die Führer Wege gefunden, auf die besondere Situation einzugehen. Assistenten haben taubblinden Menschen nicht nur die Inhalte der Führungen sondern auch die Umgebung vermittelt. Vieles konnte ertastet werden. Auf den Bildern sieht man, wie taubblinde Menschen Baumrinde und Pilze im Naturpark oder aber einen Rehkopf im Kaissersaal der Brauweiler Abtei ertasten. Mit viel Freude haben die Teilnehmer der Führungen ihre Umgebung aufgenommen. Lob gilt den Organisatoren in den Selbsthilfeguppen und auch den Führern der Einrichtungen wie dem Currywurstmuseum, dem Naturpark Eifel und dem Landschaftsverband Rheinland. Ihnen ist es gelungen, angepasste und  hochinteressante Führungen zu gestalten. Sie haben allen Teilnehmern Freude bereitet, ganz offensichtlich auch den Führern und Führerinnen selbst. So sagte einer der Ranger am Abschluss der Führung durch den Naturpark Eifel: "Ich bin noch nie so zufrieden nach Hause gegangen."

Es ist wünschenswert, dass mehr taubblinde Menschen zu solchen Anlässen finden können. Die meisten haben leider noch keine Möglichkeit, qualifizierte Assistenten zu finden. Für sie ist ein solcher Ausflug nicht möglich. Unterstützen Sie uns und spenden Sie, damit wir solche Aktivitäten  fördern können.

Meldung vom 1.11.2011

Dunkle-Wanderung2011Brauweiler-Abtei

 
Artikel in der FAZ vom 13.08. - "Es liegt keine Problemanzeige vor"

fazbild2In hervorragender Weise beschreibt Melanie Mühl in ihrem Dossier vom letzten Samstag im Feuilleton der FAZ die Situation taubblinder Menschen. Viele Leser haben zum ersten Mal von Taubblindheit gehört. Ihnen geht dieser Artikel sehr nah. Laufend erreichen uns Kommentare, Unterschriften und Mails. Große Betroffenheit und Sorge über eine solche Lücke in unserem sozialen Sicherungssystem kommt nun zum Ausdruck.

Wir bitten Sie alle herzlich, sich jetzt intensiv an der gesellschaftlichen Diskussion zu beteiligen - mit Leserbriefen, Kommentaren oder der weiteren Ausbreitung der Diskussion beispielsweise in unseren sozialen Medien. Die schnelle Verbesserung der konkreten Situation ist zweifellos möglich und dringend geboten. Es ist höchste Zeit, dass Grundwerte unseres Landes auch für taubblinde Menschen Geltung erlangen und damit ein Stück Vertrauen aller in unsere Gesellschaft wieder hergestellt wird.

Link zum FAZ Artikel auf FAZ.net
Barrierefreie Version des Artikels


Meldung vom 15.08.2011

 
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