Über 12.000 Unterschriften für ein Merkzeichen TBl

Immer mehr Menschen schließen sich der Forderung nach einem Merkzeichen an. Immer wieder erhalten wir besonders bei der persönlichen Begegnung sehr viel Zustimmung und Zuspruch.

 Eine Übergabe der Unterschriften an die Politik wird dieses Jahr noch stattfinden. Wir sind dabei, diese Übergabe zu organisieren und vorzubereiten. Sobald Termin und Ort feststehen, werden wir hier informieren. Bis zu diesem Zeitpunkt kann es natürlich weitergehen. Jede weitere Unterschrift hilft.

Willkommen sind auch Unterschriften von Personen des öffentlichen Lebens, Unterschriften bekannter Bürger des Landes. Gerne stellen wir hierfür ein eigenes Unterschriftenformular zur Verfügung.

Meldung vom 28.07.2011

 
Es geht weiter! - Taubblindenassistenzausbildung in NRW

Es ist soweit! Dank der weiteren Förderung durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales in NRW startet am 1. August der 4. Kurs der Taubblindenassistenten-Ausbildung in Recklinghausen. Dies ist ein wichtiger Schritt besonders für alle Betroffenen. Dringend werden mehr ausgebildete Assistenten gebraucht, um taubblinden Menschen eine selbstbestimmtes Leben sowie Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Taubblind ist - wie schon oft beschrieben und gesagt - nicht nur als Addition von taub und blind zu verstehen. Gehörlose Menschen kommunizieren über Gebärdensprache, blinde Menschen können ganz "normal" mit anderen sprechen. Für taubblinde Menschen ist die Kommunikation in und mit der Gesellschaft - also beim Einkaufen, beim Arzt, bei Behörden, wo auch immer - nur mit Assistenz möglich. Dringend ist deshalb auch die Etablierung eines Berufsbildes notwendig und natürlich die weitere Ausbildung, denn die in NRW bereits augebildeten 34 Taubblindenassistenten können viel bewirken, aber für ca. 600 taubblinde Menschen reicht dies noch lange nicht aus.

Wir danken dem Ministerium vor Arbeit, Integration und Soziales NRW an dieser Stelle ausdrücklich für die weitere Förderung dieses so wichtigen Projektes.

Das Ministerium hat eine Pressemitteilung zur 4. Ausbildungsphase herausgebracht.

Mehr zu dieser Ausbildung erfahren Sie unter: www.taubblindenassistenz.de

Meldung vom 27.07.2011

 
Taubblindenseminar in Hessen

Der Blinden- und Sehbehindertenverband in Hessen e.V. ( BSBH ) bietet am Samstag den 29.10.2011 ein Seminar für taubblinde hörsehbehinderte und taubblinde Menschen in Frankfurt an. Ziel ist es, Angehörigen und Betroffenen Informationen zu geben und die Möglichkeit zum Gedankenaustausch zu schaffen.

Das Seminar ist kostenfrei. Heike Herrmann, Referentin  für Hörsehbehinderten- und Taubblindenarbeit im BSBH lädt herzlich ein. Mehr Informationen zu Inhalten und Referenten können Sie hier herunterladen: Taubblindenseminar in Frankfurt

 
Ausbildung von Taubblindenassistenten in Deutschland

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Am 27. Mai fand in Recklinghausen die Abschlussfeier für den 3. Aubildungslehrgangs satt. Die Ausbildung wird inzwischen landesweit beachtet und ist vom Gemeinsamen Fachausschuss hörsehbehindert/taubblind GFTB anerkannt. Es war eine gelungene Feier mit vielen Vertretern aus der Politik. Die Leistung der Absolventen wurde lebendig und anschaulich dargestellt und fand allgemeine Anerkennung. Taubblinde Menschen brachten eindrucksvoll zum Ausdruck, dass nur die professionelle Assistenz ihnen Teilhabe, Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit vom Elternhaus bringen kann.

Die Hoffnung auf die Finanzierung einer 4. Ausbildungsphase durch das Land ist groß. Es besteht kein Zweifel, dass die nun 36 TBA Assistenten in NRW bei weitem nicht reichen, um die geschätzten 600 taubblinden Menschen zu unterstützen. Noch fehlt ein klares Berufsbild und die Etablierung der Ausbildung, die noch in der Projektphase ist. Umso anerkennenswerter ist es, dass sich Menschen finden, die mit großem persönlichen Engagement und Mut und noch wenig Aussichten auf einen gesicherten Lebensunterhalt, eine solche Ausbildung absolvieren und in so hohem Maß zur Verbesserung der Lebenssituation taubblinder Menschen beitragen. Ihnen sei auch an dieser Stelle für Ihr großes Engagement gedankt!

Für Deutschland ist diese Ausbildung von großem Einfluss. Zunehmend bemühen sich auch andere Länder um eine derartige Ausbildung. Eine positive Entwicklung, die es zu verstärken gilt.

Meldung vom 19. Juni 2011

 
10.000 Unterschriften für ein Merkzeichen Tbl!
Heute haben wir die 10.000ender Schwelle überschritten und damit ein wichtiges Etappenziel in unseren Bemühungen um Verbesserungen für taubblinde Menschen erreicht! Die Stiftung taubblind leben dankt allen, die unterschrieben haben und allen, die sehr engagiert Unterschriften gesammelt haben! Wir sehen, dass das Thema trotz seiner geringen Bekanntheit, ganz offenbar großes Interesse generiert und unser Anliegen außerordentlich viel Zustimmung findet. Das gute Ergebnis sollte die Politik anregen, sich verstärkt um ein Verständnis der Situation und konkrete Verbesserungen zu bemühen.

Die Unterschriftenaktion läuft noch weiter. Wer noch Unterschriften hat, kann sie selbstverständlich gerne noch schicken. Gleichzeitig bereiten wir nun die Übergabe an die Politik vor. Sobald Termin und Ort feststehen, werden wir dies hier veröffentlichen.

Meldung vom 28.05.2011
 
AUS für Beratungsstelle in NRW?
Mit großer Enttäuschung haben wir zur Kenntnis genommen, dass eine Finanzierung der Beratungsstelle für taubblinde Menschen in Recklinghausen immer noch  nicht in Sicht  ist und das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales in NRW zunächst eine Forschungsarbeit in Auftrag geben will. Die Landschaftsverbände weisen 263 Menschen mit entsprechenden Merkzeichen aus, dazu kommt unserer Schätzung nach die gleiche Anzahl von Menschen, die nur eines der Merkzeichen haben, aber dennoch eine starke doppelte Sinnesbehinderung aufweisen und entsprechenden Unterstützungsbedarf haben. Es steht völlig außer Frage, dass taublinde Menschen eine kompetente Anlaufstelle benötigen. Bereits für die Kommunikation ist eine Ausbildung der Berater notwendig.  Um so unverständlicher ist die Ablehnung der Aufrechterhaltung einer erprobten, bewährten und kompetenten Beratungsstelle. Dies ist ein großer Rückschritt in NRW. 

Wohin sollen taubblinde Menschen sich wenden, wenn sie Hilfsmittel, Rehabilitationsmaßnahmen oder persönliche Assistenz benötigen? Wie kann ein taubblinder oder stark hörsehbehinderter Mensch seine berechtigten Ansprüche in NRW ohne eine solche Beratungsstelle umsetzen. Es gibt keine Stelle, die in der Lage ist, hinreichend mit taubblinden Menschen zu kommunizieren, eine Grundvoraussetzung. Dringend brauchen wir in NRW eine praktikable Lösung. Angesichts der besonderen Schwierigkeiten, die durch die doppelte Sinnesbehinderung entstehen und angesichts der vielen Erfahrungen und Fakten, die gerade in  NRW bereits vorliegen, erscheint die zögerliche Haltung der Regierung besonders unverständlich.

Taubblinde Menschen benötigen bereits Assistenz, um Assistenz zu beantragen. Es liegt in der Verantwortung der Gesellschaft, sicherzustellen, dass dies möglich ist. Weder Integration noch Inklusion, nicht einmal minimale Teilhabe an der Gesellschaft sind möglich, wenn dies nicht gegeben ist. Hier ist dringend Handeln angesagt. Die Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Menschenrechte verweist ebenfalls auf den Handlungsbedarf. In Bayern ist mit dem Fachdienst Integrations Taubblinder Menschen ITM ein Ansatz gefunden. Andere Bundesländer sollten hier schnell nachziehen!

Meldung vom 06.05.2011
 
"Ein Leben in Isolation muss nicht sein"

inhalt-und-reportage_Seite_3So hat DER PARITÄTISCHE eine Reportage über die Stiftungarbeit in seinem Verbandsmagazin benannt. Lesen Sie diese Reportage, die anschaulich und lebendig die Situation beschreibt.

Die Stiftung dankt dem Paritätischen Gesamtverband an dieser Stelle für die Reportage und für die Unterstützung der Unterschriftenaktion zur Einführung eines Merkzeichens. Wir haben aktuell 7.400 Unterschriften zusammen. Unser Ziel  - 10.000 Unterschriften - rückt näher! Wir haben die Unterschriftenaktion bis Ende Juni verlängert.

Zur Reportage

Meldung vom 12.04.2011

 

 
10.000 Unterschriften für ein Merkzeichen Tbl

Heute haben wir die 10.000ender Schwelle überschritten und damit ein wichtiges Etappenziel in unseren Bemühungen um Verbesserungen für taubblinde Menschen erreicht! Die Stiftung taubblind leben dankt allen, die unterschrieben haben und allen, die sehr engagiert Unterschriften gesammelt haben! Wir sehen, dass das Thema trotz seiner geringen Bekanntheit, ganz offenbar großes Interesse generiert und unser Anliegen außerordentlich viel Zustimmung findet. Das gute Ergebnis sollte die Politik anregen, sich verstärkt um ein Verständnis der Situation und konkrete Verbesserungen zu bemühen.

Die Unterschriftenaktion läuft noch weiter. Wer noch Unterschriften hat, kann sie selbstverständlich gerne noch schicken. Gleichzeitig bereiten wir nun die Übergabe an die Politik vor. Sobald Termin und Ort feststehen, werden wir dies hier veröffentlichen.

Meldung vom 28.05.2011

 
Gesprächsrunde zur Situation taubblinder Menschen mit der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention im Deutschen Institut für Menschenrechte

Am 25. Februar hat im Deutschen Institut für Menschrechte in Berlin ein dreistündiges Gespräch zur Situation taubblinder Menschen stattgefunden. Vier Betroffene hatten die Gelegenheit, ihre Lebenssituation  mit der Unterstützung von Assistenten und Dolmetschern selbst darzustellen. Anschließend hat es Wortbeiträge vom Taubblindenwerk, der Stiftung taubblind leben und dem Fachdienst Integration taubblinder Menschen gegeben. Die Beschreibung der Situation taubblinder Menschen erstreckte sich insgesamt über ca. zwei Stunden. Es wurde deutlich, wie groß die Isolationsgefahr taubblinder Menschen ist und wie weitreichend sie von selbstbestimmter Teilhabe an der Gesellschaft ausgeschlossen sind, sofern sie nicht unterstützt werden. Wichtigste Unterstützungsleistung ist die Assistenz. Sie ermöglicht Kommunikation, eine Grundvoraussetzung für Teilhabe. Die Situation zeigte dies deutlich, die Betroffenen kamen mit 4 Dolmetschern und 3 Assistenten. Assistenz und Beratung versetzen taubblinde Menschen in die Lage, sich die notwendigen Hilfsmittel zu beschaffen, selbstbestimmt zu leben oder ihre eigenen Interessen zu vertreten, wie hier in der Monitoring-Stelle.

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Die besondere Lebenssituation und die spezifischen Kommunikationsformen erfordern eine professionelle Ausbildung der Assistenten. Es gibt leider bisher in Deutschland nur sehr wenig ausgebildete Assistenten für taubblinde Menschen und noch keine anerkannte Ausbildungsstelle. Die meisten Betroffenen leben deshalb sehr isoliert und haben nur wenige Kontaktpersonen, mit denen sie oftmals nur sehr unzureichend kommunizieren können. In NRW stehen beispielsweise 36 Assistenten ca. 600 taubblinden Menschen gegenüber. Dies ist ein tiefgreifendes Problem und schränkt taubblinde Menschen in ihren Rechten erheblich ein.

In der anschließenden Diskussion wurde erörtert, welche Möglichkeiten alle Beteiligten haben, um die Lebensumstände zu verbessern und die Interessensvertretung taubblinder Menschen in der Politik zu stärken. An dieser Diskussion beteiligten sich auch die eingeladenen Vertreter vom Deutschen Taubblindenwerk, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Taubblindendienst und Pro Retina. Sehr deutliche Beispiele sowie einige Daten und Zahlen machten das Ausmaß der Benachteiligung deutlich.

Im Sinne aller Betroffenen ist zu hoffen, dass Gespräche dieser Art zu einem besseren Verständnis der Situation führen und dazu beitragen, die Lebenssituation taubblinder Menschen zu verbessern.

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention hat am 2. März eine Pressemeldung herausgegeben, in der die rechtliche Anerkennung von Taubblindheit als Behinderung eigener Art gefordert wird.

Meldung vom 28.02.2011

 
Betroffene setzen sich mit guten Ideen aktiv ein!

Immer mehr Betroffene finden den Weg in die Öffentlichkeit. Heute wurde in den Westfälischen Nachrichten über Annette Dreising berichtet. Sie ist im Kampf für ein Merkzeichen bis zum Rathaus gegangen ... und auf Unterstützung gestoßen! Das freut uns sehr! Es wäre schön, wenn noch andere  diesem Beispiel folgen. Für die Auslage der Unterschriftenliste bieten wir diese kurze Erläuterung als PDF an.

Zur Zahl der Betroffenen möchten wir uns an dieser Stelle äußern. Da es kein Merkzeichen gibt, gibt es auch keine Zahlen, sondern nur Schätzungen, der engere Kreis taubblinder Menschen wird zauf 2.500 und 6.000 geschätzt. Dazu kommen viele hörsehbehinderte Menschen, die noch nicht blind und taub sind, aber aufgrund der fehlenden Kompensationsmöglichkeit durch den anderen Sinn ebenfalls Unterstützung benötigen.

Zum Artikel in den Westfälischen Nachrichten
Meldung vom 11.02.2011

 
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