| Taubblinden-Assistenz |
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Die Assistenten beherrschen alle notwendigen Kommunikationsformen und sind geschult, taubblinde Menschen auch in Dingen des Alltags zu unterstützen. Dabei wird wo immer möglich, Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, z.B. bei Arbeiten im Haushalt. Die Assistenten vermitteln taubblinden Menschen geduldig und auf dem Hintergrund ihrer professionellen Ausbildung die Umgebung, begleiten sie auf Veranstaltungen oder bei Einkäufen und geben ihnen damit die Möglichkeit, unabhängig von der Familie und selbstbestimmt zu agieren. Grundsätzlich bleibt der Assistent ein Helfer für eine bestimmte Zeit. Er wird nicht zum Vertrauten oder Freund, sondern hält einen gewissen Abstand. Außerdem ist er auch kein Dolmetscher, kann also bei Behörden- oder Arztbesuchen nur zur Begleitung eingesetzt werden. Die Einsätze erfolgen aus mehr oder weniger privaten Initiativen, die Bewilligung von Assistenten für taubblinde Menschen steht erst am Anfang. Einheitliche Finanzierungssätze werden derzeit mit Kostenträgern verhandelt. In NRW kommen auf ca. 600 taubblinde Menschen ca. 36 Assistenten (Stand Mai 2011). Im TBA-Verband sind derzeit bundesweit ca. 50 Taubblindenassistenten/innen organisiert (Mai 2011). Ausgebildet wird derzeit in Recklinghausen, leider noch auf Projektbasis. Die Ausbildung in Recklinghause wird vom Sozialministerium NRW finanziert und ist vom Gemeinsamen Fachausschuss taubblind/hörsehbehindert GFTB anerkannt. Es ist noch unklar, wie es mit der Ausbildung weitergeht. In Nürnberg wurde am GIB ebenfalls eine Ausbildung organisiert, hier wird aber nur für das Ehrenamt ausgebildet. Die Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn startet im November 2011 mit einer dreistufigen Ausbildung. |